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Poker – Gesellschaftliche Entwicklung und Boom

Heute füllen Pokerturniere wahre Hallen an begeisterten Spielern und Fans. Man kann regelrecht von einem Pokerboom auf der ganzen Welt – hauptsächlich jedoch der westlichen Kultur – sprechen. Doch das war nicht immer so. Insbesondere während seiner Entstehung im 19. Jahrhundert wurde das Spiel von den oberen Schichten geächtet und als Schummlerspiel sowie Spiel des niederen Volks abgetan. Das kam einerseits dadurch, dass hauptsächlich die Siedler und Goldsucher dem Spiel verfallen waren, welche von großem Reichtum meist nur träumen konnten und sich so ihren Leidenschaften für das Glücksspiel hingaben. Andererseits ist der Begriff des Schummelns und Betrügens, der oft im selben Atemzug mit Poker fiel, nicht zu Unrecht mit dem Kartenspiel verbunden.

Berufsspieler, die das Spiel in dieser Zeit so rasant verbreiteten, waren es, die Neulingen und Amateuren das Geld sprichwörtlich aus der Tasche zogen. Dies erfolgte einerseits durch geschickte und gekonnte Spielweisen. Andererseits durch falsches Spiel und Betrug, Strategien beinhalteten gezinkte Karten, heimlich eingeschleuste Extrakarten oder Komplizen, die den Berufsspieler über die Hände seiner Konkurrenten aufklärten. Da ein gewisser Verdacht immer mitspielte und teilweise um undenkbar große Beträge, die Existenzen bedeuteten, gespielt wurde, endeten viele Pokerspiele auch oft in blutigen Auseinandersetzungen.

Letztlich waren es Turniere Anfang des 20. Jahrhunderts, die das Pokerspiel in ein besseres Licht rückten und salonfähig machten. Als bald die ersten großen Casinos in Las Vegas dieses Spiel in ihr Portfolio aufnahmen, war es um den schlechten Ruf geschehen und der Pokerboom konnte beginnen. Entscheidend sind hierfür drei Phasen zu nennen.

Die erste Phase beinhaltet die Gründung der Worldseries of Poker im Jahre 1970. Dieses Event ebnete den Weg für zahlreiche weitere Turniere, die letztendlich das Kartenspiel zu einer Profession für viele Spieler machten. Poker verlor zudem sein Prädikat des Glücksspiels und war fortan für einige wenige eine gut bezahlte Einnahmequelle.

Die zweite Phase ist die Entstehung von Online Casinos. Ab den späten 90er Jahren war es den Spielern möglich, auch über das Internet Poker zu spielen. Ein großer Fortschritt für die Branche, endlich konnte gegen reale Spieler und zu jeder nur denkbaren Uhrzeit geübt und gespielt werden. Dass dies zahlreiche neue Spieler bedeutete, konnte der Pokerszene nur zu Gute kommen.

Die dritte Phase läutete schließlich eine Phase des Booms ein. Im Jahre 2003 konnte zum ersten mal in der Geschichte ein Amateur das Worldseries of Poker Turnier für sich entscheiden. Der heutzutage als Pokerprofi tätige Chris Moneymaker konnte sich in diesem Jahr gegen unzählige Pokerprofis durchsetzen und sich in einem packenden Showdown gegen Sam Farha den Titel sichern. Er gewann dabei ein Preisgeld von knapp 2,5 Millionen Euro. Dies hatte natürlich die Wirkung, dass fortan tausende Amateurspieler das schnelle Geld rochen und mit dem Pokerspielen begannen. Auch die Online Casinos profitierten von diesem Ereignis. Da Moneymaker sein Ticket für die Worldseries bei einem Pokerraum im Internet gewonnen hatte, war dies die perfekte Werbung für all die virtuellen Anbieter. Die Teilnehmerzahlen verzehnfachten sich in den drei darauffolgenden Jahren auf über 8000 Teilnehmer bei der Worldseries of Poker.
Auch in Europa und Deutschland wurde gewann das Kartenspiel deutlich an Bekanntheit und Beliebtheit. In den folgenden Jahren stiegen die Übertragungen im Fernsehen sowie Zuschauerzahlen von Turnieren auf nie dagewesene Werte an. Auch Pokersets für den häuslichen Gebrauch wurden stark beworben und vermehrt produziert. Poker ist also mittlerweile auch in Deutschland angekommen und fasziniert seither die Massen.